Duftgarten

Willkommen in unserem kleinen Duftgarten in Oberbayern

Weit und schön ist die Welt,
doch wie dank ich dem Himmel,
daß ein Gärtlein beschränkt,
zierlich mein eigen gehört.
Bringet mich wieder nach Hause!
Was hat ein Gärtner zu reisen?
Ehre bringt's ihm und Glück,
wenn er sein Gärtchen besorgt.

Johann Wolfgang von Goethe

Verglichen mit unserem Garten, hatte Goethes "Gärtlein" in Weimar durchaus respektable Ausmaße. Vielleicht würden böse Zungen unseren - recht gut überschaubaren - Garten "ein Handtuch" nennen. Immerhin liefert er den Beweis, dass man auch einen sehr kleinen Garten abwechslungsreich und naturnah gestalten kann. 

Ein Tag ohne Dufterlebnisse ist ein  verlorener Tag                        Altägyptisches Sprichwort

Ein Garten ist nicht nur zum Schauen da, sondern auch zum Lauschen, (Be-)Greifen und Schmecken. Vor allem aber zum Riechen. Deshalb wachsen in unserem Garten bevorzugt Duftpflanzen, zum Beispiel Rosen, Flieder, Jasmin, Veilchen, Pfingstrosen, Lavendel, Maiglöckchen, Phlox, Lilien, Nachtkerzen und natürlich viele Kräuter.   

Von denen aber, die man mit Füssen tritt und zerdrückt, gibt es drei an der Zahl: sie heissen Pimpernelle, Thymian und Pfefferminze. Man sollte ganze Alleen davon ziehen, will man sich beim Lustwandeln die Lust ihres Duftes verschaffen 

Francis Bacon 

 

Du spürst,
wie die Blumen die köstlichen Düfte versenden
und grübelst
wie aus so winzigem Ort dieser Duftstrom mag kommen -
und begreifst:
daß in solcher Mitte 
die Ewigkeit
ihre unvergänglichen Tore öffnet.

William Blake


Herzstück des Gartens ist der Pavillon, bewachsen mit Rosen, Clematis und Geißblatt. Im Frühling trägt er Hut und Schleier in rosè.




Im Hochsommer bietet er in unserem Süd-West-Garten angenehmen Schatten. Und an lauen Sommerabenden konzentriert sich hier der Duft des ganzen Gartens.  

Ein Pavillon mit leichten Stäben
Schirmt sacht das Glück, das wir uns geben,
Von Rosen sind wir hold umhaucht;
Die zarten Rosendüfte mischen - weil Sommerwinde uns erfrischen 
- Sich dem Parfum, das sie gebraucht;
Ihr Blick versprach es froh und licht: 
Ihr Mut ist groß, es überträgt Ihr Mund ein Fieber, süß gehegt,
Und alles stillt die Lieb', nur nicht Den Hunger. 
Doch Erquickung schenken 
Uns Zuckerfrüchte nebst Getränken.

Paul Verlaine

Rasen sucht man bei uns vergebens. Dafür gibt es einen kleinen Teich.



 

Lass deinen Geist still werden wie einen Teich. Er soll klar werden wie Wasser, das von den Bergen fließt. Lass trübes Wasser zur Ruhe kommen, dann wird es klar werden. Und lass deine schweifenden Gedanken und Wünsche zur Ruhe kommen.

Buddha

Viel Spaß beim Spaziergang durch die Jahreszeiten in unserem Gärtchen!

Übrigens ... 

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